Am Donnerstagnachmittag trafen wir uns in der Küche des sorbischen Internats, um gemeinsam Plinsen zu backen. Das ganze Haus duftete nach leckerem Teig, was natürlich viele Schüler anzog. Wir bliesen die Eier für den Teig aus, so konnten wir sie noch zum Verzieren von Ostereiern verwenden. Einen Plinsen nach dem anderen backten wir in einer heißen Pfanne auf Butter oder Öl. Wir arbeiteten wie in der Bäckerei. Jeder hatte seine Aufgabe, damit uns die Plinsen schneller gold-braun anlächelten. Mit spezieller Technik und viel Erfahrung wendeten wir die Plinsen in die Luft werfend. Die erste Schüssel Teig war schnell leer. Deshalb rührten wir gleich eine zweite und dann noch eine dritte an, um das ganze Internat sättigen zu können. Herr Pöpel musste sogar zweimal einkaufen gehen, weil wir den Teig so schnell verbrauchten. Die fertigen Plinsen legten wir aus der Pfanne sofort auf die Teller, damit sie warm und frisch gegessen werden konnten. Der Andrang der Schüler war so groß, dass kein einziger Plins übrig blieb. Wir hatten mehrere leckere Aufstriche, wie Schokoladencreme, Marmelade, selbstgekochten Apfelmus und auch ganz klassisch Zucker mit Zimt. Solche Nachmittage sind immer die schönsten im Internat. Wir hatten viel Spaß und ich freue mich schon auf das nächste Mal, wenn es heißt: „Wir backen gemeinsam Plinse!“
Fiodor Nowak
